Peakboard hub
Flows – Einführung
Peakboard Hub Flows sind serverseitige Datenprojekte, die direkt im Peakboard Hub laufen – nicht auf einer Peakboard Box oder einem BYOD Gerät. Ein Flow hat keine Oberfläche: Er liest, verarbeitet und verteilt Daten im Hintergrund. Erstellt werden Flows im Peakboard Designer, ausgeführt werden sie im Peakboard Hub.
Zwei Projektarten
Im Peakboard Designer arbeitest du mit zwei Projektarten:
- Design-Projekte (
*.pbmx): Die klassischen Projekte mit Oberfläche. Sie laufen über die Peakboard Runtime auf einer Peakboard Box oder einem BYOD Gerät. - Flow-Projekte (
*.pbfx): Datenprojekte ohne Oberfläche. Sie laufen im Peakboard Hub und führen dort deine Datenlogik aus.
Alles außer der Oberfläche
Ein Flow-Projekt nutzt dieselben Bausteine wie ein normales Projekt – nur ohne Screens:

- Data (1): Datenquellen wie SQL Server, SAP, OPC UA, MQTT oder Siemens S7 – exakt dieselbe Auswahl wie in einem Design-Projekt. Auch Dataflows zum Bereinigen und Aufbereiten der Daten stehen zur Verfügung.
- Variables (2): Variablen, optional mit Peakboard Hub-Verbindung, um Werte live zu verteilen.
- Scripts (3): Funktionen, die du mit den Building Blocks (oder in Lua) baust.
- Flows (4): Die Flows selbst, die Trigger und Steps zusammenführen.
Einen Punkt findest du hier nicht: Screens. Da ein Flow keine Oberfläche hat, entfällt der gesamte UI-Teil.
Nichts läuft von allein
Das ist der wichtigste Unterschied zu einem Design-Projekt: In einem Flow werden Datenquellen, Dataflows und Funktionen nie automatisch ausgeführt. Stattdessen steuert der Flow die komplette Abfolge.

Ein Flow besteht aus zwei Teilen:
- Trigger (2): Bestimmt, wann der Flow startet – zum Beispiel [Periodic (sec)] für eine zeitgesteuerte Ausführung im Sekundentakt, [Schedule] für feste Uhrzeiten, [After function execute] oder ein manueller Aufruf.
- Steps (3): Die Schritte, die der Flow nacheinander abarbeitet – etwa [Run function], um eine deiner Funktionen auszuführen. Diese lädt zum Beispiel eine Datenquelle neu, verarbeitet die Daten und schreibt das Ergebnis in eine Peakboard Hub Liste oder Variable.
Im Bereich [Select triggers and steps] (4) ziehst du die verfügbaren Trigger und Steps per Drag-and-drop in deinen Flow. Auf der linken Seite siehst du außerdem die Projektstruktur mit allen Datenquellen, Variablen und Funktionen (1).
Voraussetzung: Peakboard Hub on premise
Flow-Projekte benötigen einen Peakboard Hub on premise. Peakboard Hub Online unterstützt Datenprojekte derzeit nicht.
Wofür du Flows einsetzt
Mit Flows baust du Datenlogik zentral im Peakboard Hub. Typische Szenarien:
- Workflows und Benachrichtigungen: zum Beispiel eine E-Mail verschicken, wenn eine Maschine ausfällt.
- Daten stagen und Verbindungen sparen: eine einzige Verbindung zur Datenquelle, deren Ergebnis viele Peakboard Boxen aus dem Hub abrufen.
- Live-Broker für SPS-Werte: eine SPS einmal lesen und die Werte live über Peakboard Hub Variablen verteilen.
Eine ausführliche Beschreibung dieser Szenarien findest du unter Flows – Anwendungsfälle. Wie du Schritt für Schritt deinen ersten Flow baust, zeigt Flow erstellen.